Julidochromis transcriptus gombi 

Haltung

Ich hielt mein Zuchtpärchen zuerst mit in meinem 80er Becken, dort kamen aber nicht viele Jungfische durch. Also setzte ich die beiden in ein Becken mit den Maßen 50x25x30cm. Die Einrichtung bestand aus Sand als Bodengrund, einer Schieferhöhle und etlichen Steinen die ich so gelegt hatte das sie viele Höhlen und Spalten ergaben. Die Wasserwerten (ph: 7,5; GH: 23; Temperatur: 26°C)

Verhalten

Mein Paar harmonisierte eigentlich ganz gut – es kam fast nie zu Streitereien. Bloß das überflüssige Weibchen wurde recht ruppig vertrieben. Aber um ein Paar zu finden, das gut zusammenpasst, sollte man sich erst eine Gruppe Jungfische kaufen und die übrigen dann wieder abgeben. Kauft man einfach ein Männchen und ein Weibchen kann es häufig zu Streitereien kommen. Mein Pärchen begann nach dem Einzug zuerst den Sand unter den Steinen hervor zu holen. Dazu schwammen beide immer in die Höhle nahmen den Sand ins Maul und spuckten ihn dann vor der Höhle wieder aus. Nach einiger Zeit war unter den Steinen eine Höhle und davor ein riesiger Sandhügel.

Fütterung

Ich fütterte meine Julidochromis transcriptus „gombi“ hauptsächlich mit Frostfutter (schwarze und rote Mückenlarven, rotes Plankton). Ab und zu fütterte ich auch Tabletten- und Flockenfutter welches auch gut angenommen wurde.

Zucht

Ich kaufte mir damals drei Julidochromis transcriptus „gombi“. Es waren 2 größere Tiere und ein kleineres. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass es sich um 2 Weibchen und ein Männchen handelte. Die Männchen bleiben kleiner als die Weibchen. Außerdem werden die Weibchen massiger und können auch anhand der größeren Genitalpapille unterschieden werden. Die Zucht gestaltet sich recht einfach ich bin mir auch nicht sicher ob sie so leicht aufzuhalten ist:). Nachdem die Tiere mit ihrer Höhle zufrieden sind und das Weibchen einen Laichansatz hat laichen die Tiere dann auch ab. Die kleinen gräulichen Eier wurden immer ans Dach der Schieferhöhle geklebt. Die Gelegegrößen lagen bei ca. 30 Eiern. Die geschlüpften Jungfische suchen ständig Kontakt zum Boden oder zu einem Stein. Man sieht sie eigentlich nie frei schwimmen. Bei den Eltern ist das ähnlich aber nicht mehr ganz so ausgeprägt. Zur Fütterung spritzte ich einfach mit einer Spritze vom Hausarzt und einem Schlauch frisch geschlüpfte Artemia Nauplien in die Gesteinsspalte in der ich Jungtiere sah. Wenn die Jungfische größer sind kann auch mit Frostfutter (Cyclops, rotes Plankton und Bosmiden) oder Futtertabletten gefüttert werden. Wenn man die Futtertabletten an die Scheibe heftet kann man die Jungfische gut beim Fressen beobachten. Die Eltern laichten im Beisein der Jungfische einfach wieder ab. Bald bildete sich in dem Becken eine richtige Etagenfamilie, d.h. die Eltern leben mit Jungfischen verschiedenen Alters zusammen. Bald hatte ich die 2 Eltern und ca. 100 Jungfische im Becken. Ich setzte die ganzen Jungfische dann in ein größeres Aufzuchtbecken und gab diese dann mit einer Größe von ca. 4cm ab.

Fazit

Die Julidochromis transcriptus „gombi“ ist ein hübsch gezeichneter Tanganjikabewohner. Man kann sich immer wieder an dem interessanten Verhalten und Nachwuchs erfreuen. Außerdem lässt er sich gut mit anderen - im Freiwasser lebenden Arten - vergesellschaften, da er sich hauptsächlich in den Gesteinsspalten oder deren Nähe aufhält.